Archive for June, 2011
Das Fach Informatik zählt zu den jüngeren Studiengängen. Durch den Vormarsch des IT-Wesens in den letzten Jahrzehnten hat sich das Fach jedoch rasant entwickelt und reiht sich ein in die Riege der populärsten Studiengänge. So existiert heute kaum noch eine größere Uni, die keinen Informatik-Studiengang anbietet. Auch die Zahl der Absolventen kann durchaus mit anderen technischen Disziplinen konkurrieren, und die Nachfrage auf dem internationalen Markt zeigt, dass dies seinen Grund hat. Während es zu Beginn der Computer-Ära hauptsächlich technisch orientierte Unternehmen waren, die Informatiker gesucht haben, spielt die Informatik heutzutage in beinahe jedem Unternehmen eine wichtige Rolle. Das Berufsfeld von Informatikern ist also nicht auf Unternehmen wie SAP oder Microsoft beschränkt, sondern erstreckt sich quasi über alle Unternehmen, die eine nennenswerte IT-Struktur zu verwalten haben. Wie bei allen Studiengängen, gibt es auch in der Informatik eine Reihe von Vor- und Nachteilen. Es wird jedoch schnell ersichtlich, dass die Vorteile stark überwiegen.
Die Vorteile
Die Vorteile eines Informatikstudiums liegen auf der Hand. Da das Studium als anspruchsvoll gilt, kommt ein Abschluss häufig einer Jobgarantie gleich. Da das Studium zu großen Teilen aus mathematischen Teildisziplinen besteht, wird das logische und analytische Denken geschult, was dazu führt, dass Informatiker in der Lage sind, sich auch fernab der Informatik schnell in Problemstellungen einzuarbeiten und Lösungsansätze zu finden. Dieser Umstand ist ein generelles Merkmal aller Studiengänge, die auf naturwissenschaftlichen Grundlagen basieren. Somit ist es keine Seltenheit, dass Informatiker sich auch in informatikfremden Bereichen umsehen und dort hohe Positionen einnehmen.
Zu beachten ist allerdings, dass auch Informatik inzwischen nicht mehr auf Diplom studiert werden kann, sondern nun auch dem Bachelor / Master System unterworfen wird. Dieses eher schulische System zu bewerten ist jedoch schwierig; dem einen kommt es entgegen, der andere sehnt sich nach der weitläufigeren Diplom-Struktur zurück.
Die Nachteile
Die Nachteile des Studiums, wenn man so will, liegen zunächst in der Schwierigkeit des Studiums selbst. Wie in anderen technisch-naturwissenschaftlichen Disziplinen auch, beispielsweise Mathematik oder Maschinenbau, ist die Durchfallquote besonders in den Anfangssemestern relativ hoch. Es sollte daher schon vor dem Studium genau über die Eignung zum Studium nachgedacht werden, die sich vor allem durch überdurchschnittliche Begabung in Mathematik äußert. Mindestens ebenso wichtig ist allerdings vor allem eine eiserne Disziplin, die unabkömmlich ist, um das Studium zu bestehen.
Die Zeiten, in denen Informatik-Absolventen nach dem Studium als sogenannte “Fach-Idioten” verschrien wurden, sind hingegen längst vorbei. Informatiker sind vollwertige und hochgeschätzte Arbeitskräfte, deren Einsatzbereiche in den kommenden Jahren noch deutlich wachsen wird.
Grafikdesign kann als eigenständiges Fach oder als Schwerpunkt inhaltlich verwandter Studiengänge studiert werden. Neben dem Präsenzstudium lässt sich ein Fernstudium in Grafikdesign absolvieren. Wer eine enge Verzahnung von theoretischer und praktischer Ausbildung bevorzugt, für den bietet es sich an, Grafikdesign als dualen Studiengang – in Verbindung mit einer beruflichen Ausbildung zum Mediengestalter – zu studieren. Für die Bewerbung an Fach- oder Kunsthochschulen ist in der Regel mindestens der Nachweis der Fachhochschulreife erforderlich.
Bei beruflich/fachlich besonders qualifizierten Bewerbern können die Hochschulen auf einen solchen Nachweis verzichten. Für künstlerische Studiengänge werden zudem besondere Auswahlverfahren durchgeführt, die von den einzelnen Hochschulen selbst geregelt werden. Dazu gehören zum Beispiel Eignungstests oder die Erstellung einer Bewerbungsmappe; mancherorts muss vorab auch ein Praktikum absolviert werden.
Die Regelstudienzeit im grundständigen Bachelorstudium Grafikdesign führt zum Abschluss Bachelor of Arts (B. A.) und umfasst regulär sechs Semester. Die Ausbildungsinhalte sind in Pflicht- und Wahlmodule eingeteilt. Hinzu kommen Zeiten für die Teilnahme an Praxisprojekten; zum Studienende wird die Bachelor-Thesis verfasst. Die einzelnen Fächer decken ein breites Spektrum an kreativen wie theoretischen Grundlagen des Grafikdesigns ab. Im Vordergrund stehen dabei die Umsetzung visueller Inhalte und deren Ausgestaltung für verschiedene Medien. Daher ist der Erwerb von Materialkenntnissen, die Auseinandersetzung mit Farben und Formen ebenso wichtig wie die Kenntnis moderner digitaler Techniken. Auch theoretische und methodische Grundlagen werden im Bachelorstudium vermittelt; Kommunikation, Planung und Management von Produkten runden das Studium inhaltlich ab.
Zu den praktischen Anteilen gehören die sogenannten Praxisphasen, in denen die Studierenden entweder betriebliche Praktika durchführen oder sich an Projektarbeiten der Hochschulen beteiligen. Die betrieblichen Praktika werden in der Regel außerhalb der Vorlesungszeiten – also in den Semesterferien oder schon vor Studienbeginn – absolviert. Zu den Wahlpflichtfächern gehören Sprachen, Darstellung, Journalistik und Weiteres mehr.
Während des Studiums muss eine Mindestzahl an Credits erworben werden – wer sein Studium in der Regelstudienzeit von sechs Semestern abschließt, benötigt 180 Leistungspunkte, um zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Die Zahl der benötigten Leistungspunkte erhöht sich mit jedem zusätzlichen Semester um 30 Punkte. Zu den einzelnen Modulen werden mündliche oder schriftliche Modulprüfungen durchgeführt – dies können Hausarbeiten, Klausuren oder Referate und vergleichbare Leistungen sein. Für alle Bachelorstudenten verbindlich ist, dass am Ende der Studienzeit eine Bachelorarbeit geschrieben werden muss, die auch als Thesis bezeichnet wird.
Mit ihr weist der Studierende nach, dass er über das entsprechende praktische und theoretische Wissen und Können verfügt, um den Beruf des Grafikdesigners auszuüben; zugleich dient sie als Nachweis, dass er in der Lage ist, eine Frage- oder Problemstellung einzugrenzen, wissenschaftlich zu erarbeiten und ergebnisorientiert zu bearbeiten. An einigen Hochschulen wird zusätzlich ein Kolloquium durchgeführt.