Grafikdesign kann als eigenständiges Fach oder als Schwerpunkt inhaltlich verwandter Studiengänge studiert werden. Neben dem Präsenzstudium lässt sich ein Fernstudium in Grafikdesign absolvieren. Wer eine enge Verzahnung von theoretischer und praktischer Ausbildung bevorzugt, für den bietet es sich an, Grafikdesign als dualen Studiengang – in Verbindung mit einer beruflichen Ausbildung zum Mediengestalter – zu studieren. Für die Bewerbung an Fach- oder Kunsthochschulen ist in der Regel mindestens der Nachweis der Fachhochschulreife erforderlich.

Bei beruflich/fachlich besonders qualifizierten Bewerbern können die Hochschulen auf einen solchen Nachweis verzichten. Für künstlerische Studiengänge werden zudem besondere Auswahlverfahren durchgeführt, die von den einzelnen Hochschulen selbst geregelt werden. Dazu gehören zum Beispiel Eignungstests oder die Erstellung einer Bewerbungsmappe; mancherorts muss vorab auch ein Praktikum absolviert werden.

Die Regelstudienzeit im grundständigen Bachelorstudium Grafikdesign führt zum Abschluss Bachelor of Arts (B. A.) und umfasst regulär sechs Semester. Die Ausbildungsinhalte sind in Pflicht- und Wahlmodule eingeteilt. Hinzu kommen Zeiten für die Teilnahme an Praxisprojekten; zum Studienende wird die Bachelor-Thesis verfasst. Die einzelnen Fächer decken ein breites Spektrum an kreativen wie theoretischen Grundlagen des Grafikdesigns ab. Im Vordergrund stehen dabei die Umsetzung visueller Inhalte und deren Ausgestaltung für verschiedene Medien. Daher ist der Erwerb von Materialkenntnissen, die Auseinandersetzung mit Farben und Formen ebenso wichtig wie die Kenntnis moderner digitaler Techniken. Auch theoretische und methodische Grundlagen werden im Bachelorstudium vermittelt; Kommunikation, Planung und Management von Produkten runden das Studium inhaltlich ab.

Zu den praktischen Anteilen gehören die sogenannten Praxisphasen, in denen die Studierenden entweder betriebliche Praktika durchführen oder sich an Projektarbeiten der Hochschulen beteiligen. Die betrieblichen Praktika werden in der Regel außerhalb der Vorlesungszeiten – also in den Semesterferien oder schon vor Studienbeginn – absolviert. Zu den Wahlpflichtfächern gehören Sprachen, Darstellung, Journalistik und Weiteres mehr.

Während des Studiums muss eine Mindestzahl an Credits erworben werden – wer sein Studium in der Regelstudienzeit von sechs Semestern abschließt, benötigt 180 Leistungspunkte, um zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Die Zahl der benötigten Leistungspunkte erhöht sich mit jedem zusätzlichen Semester um 30 Punkte. Zu den einzelnen Modulen werden mündliche oder schriftliche Modulprüfungen durchgeführt – dies können Hausarbeiten, Klausuren oder Referate und vergleichbare Leistungen sein. Für alle Bachelorstudenten verbindlich ist, dass am Ende der Studienzeit eine Bachelorarbeit geschrieben werden muss, die auch als Thesis bezeichnet wird.

Mit ihr weist der Studierende nach, dass er über das entsprechende praktische und theoretische Wissen und Können verfügt, um den Beruf des Grafikdesigners auszuüben; zugleich dient sie als Nachweis, dass er in der Lage ist, eine Frage- oder Problemstellung einzugrenzen, wissenschaftlich zu erarbeiten und ergebnisorientiert zu bearbeiten. An einigen Hochschulen wird zusätzlich ein Kolloquium durchgeführt.

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