Das Fach Informatik zählt zu den jüngeren Studiengängen. Durch den Vormarsch des IT-Wesens in den letzten Jahrzehnten hat sich das Fach jedoch rasant entwickelt und reiht sich ein in die Riege der populärsten Studiengänge. So existiert heute kaum noch eine größere Uni, die keinen Informatik-Studiengang anbietet. Auch die Zahl der Absolventen kann durchaus mit anderen technischen Disziplinen konkurrieren, und die Nachfrage auf dem internationalen Markt zeigt, dass dies seinen Grund hat. Während es zu Beginn der Computer-Ära hauptsächlich technisch orientierte Unternehmen waren, die Informatiker gesucht haben, spielt die Informatik heutzutage in beinahe jedem Unternehmen eine wichtige Rolle. Das Berufsfeld von Informatikern ist also nicht auf Unternehmen wie SAP oder Microsoft beschränkt, sondern erstreckt sich quasi über alle Unternehmen, die eine nennenswerte IT-Struktur zu verwalten haben. Wie bei allen Studiengängen, gibt es auch in der Informatik eine Reihe von Vor- und Nachteilen. Es wird jedoch schnell ersichtlich, dass die Vorteile stark überwiegen.

Die Vorteile
Die Vorteile eines Informatikstudiums liegen auf der Hand. Da das Studium als anspruchsvoll gilt, kommt ein Abschluss häufig einer Jobgarantie gleich. Da das Studium zu großen Teilen aus mathematischen Teildisziplinen besteht, wird das logische und analytische Denken geschult, was dazu führt, dass Informatiker in der Lage sind, sich auch fernab der Informatik schnell in Problemstellungen einzuarbeiten und Lösungsansätze zu finden. Dieser Umstand ist ein generelles Merkmal aller Studiengänge, die auf naturwissenschaftlichen Grundlagen basieren. Somit ist es keine Seltenheit, dass Informatiker sich auch in informatikfremden Bereichen umsehen und dort hohe Positionen einnehmen.
Zu beachten ist allerdings, dass auch Informatik inzwischen nicht mehr auf Diplom studiert werden kann, sondern nun auch dem Bachelor / Master System unterworfen wird. Dieses eher schulische System zu bewerten ist jedoch schwierig; dem einen kommt es entgegen, der andere sehnt sich nach der weitläufigeren Diplom-Struktur zurück.

Die Nachteile

Die Nachteile des Studiums, wenn man so will, liegen zunächst in der Schwierigkeit des Studiums selbst. Wie in anderen technisch-naturwissenschaftlichen Disziplinen auch, beispielsweise Mathematik oder Maschinenbau, ist die Durchfallquote besonders in den Anfangssemestern relativ hoch. Es sollte daher schon vor dem Studium genau über die Eignung zum Studium nachgedacht werden, die sich vor allem durch überdurchschnittliche Begabung in Mathematik äußert. Mindestens ebenso wichtig ist allerdings vor allem eine eiserne Disziplin, die unabkömmlich ist, um das Studium zu bestehen.
Die Zeiten, in denen Informatik-Absolventen nach dem Studium als sogenannte “Fach-Idioten” verschrien wurden, sind hingegen längst vorbei. Informatiker sind vollwertige und hochgeschätzte Arbeitskräfte, deren Einsatzbereiche in den kommenden Jahren noch deutlich wachsen wird.

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